Das VG brennt – warum eigentlich?

Seit fast 3 Wochen halten Studierende das Verfügungsgebäude am Platz
der Göttinger Sieben besetzt – Zeit zu fragen, was das Ganze
eigentlich soll!
Bereits im Sommer hatten große Teile der Studierendenschaft im Rahmen
des Bildungsstreiks zusammen mit SchülerInnen ihrem Unmut über die herrschenden
Lernbedingungen an der Universität, in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen Luft gemacht.
In Reaktion auf die durch Österreich gehende Protestwelle kam
es Anfang November auch in Deutschland zu zahlreichen Besetzungen an
Universitäten und Fachhochschulen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind immer
noch über 60 Hochschulen in Deutschland besetzt, begleitet von
Protestaktionen in ganz Europa.
Im Gegensatz zu den Protesten an anderen Hochschulen haben sich die
Göttinger Besetzer_Innen weniger für die Blockade des Lernbetriebs als
viel mehr für die Schaffung eines Freiraums entschieden. Ein Freiraum,
der eine Anlaufstelle für all diejenigen bietet, die sich mit den
gegenwärtigen Bedingungen nicht mehr weiter abfinden wollen. So bietet
das VG Raum zur Selbstorganisation, zur inhaltlichen
Auseinandersetzung und zur Schaffung eines Prozesses, der die Zustände
in der Bildungspolitik hoffentlich verändert. Auch wenn der Fokus klar
auf den Problemen im Bildungssystem liegt, bietet das besetzte VG
mittlerweile ein interessantes Rahmenprogramm. Zahlreiche
Veranstaltungen abseits des engen Bachelor/Master- Korsetts bieten
eine Erweiterung des eigenen Horizonts, so dass das besetzte VG immer
einen Besuch wert ist. Informationen zu den Veranstaltungen und
Workshops im VG findet ihr auf Seite 2 der „Brandsätze“ sowie im
Internet unter www.bildungsstreikgoe.de